Audi ist auf Krawall aus und bringt mit dem neuen Audi S1 einen echten Giftzwerg auf die Straße. 231 PS in einem Kleinwagen und so schnell wie kein anderer, darf der Audi S1 die Großen richtig ärgern und für mächtig Fahrspaß sorgen. Nur ein Kleinwagen ist stärker - aber der war lediglich in einer begrenzten Auflage von 333 Exemplaren zu erhalten. Die Markteinführung des Audi S1 erfolgt im Frühjahr 2014 zu Preisen ab 29.950 Euro. Allradantrieb inklusive!
© Foto: Audi
Bereits in den 1980er-Jahren erwarb sich ein Audi S1 einen legendären Ruf - jenes Auto, mit dem Audi seinerzeit in der Rallye-Weltmeisterschaft dominierte. Jetzt kommt das Kürzel zurück - und zwar auf die Straße: Der Audi S1 (Dreitürer) und der S1 Sportback (Fünftürer) bilden die neue sportliche Speerspitze der A1-Baureihe.
Der fährt seiner Konkurrenz davon
Als Antrieb dient ein Hochleistungs-Vierzylinder. Der mit einem Abgasturbolader versehene 2.0 TFSI leistet 231 PS und produziert bis zu 370 Nm Drehmoment. Das sportlich-sonor klingende Triebwerk beschleunigt den Audi S1 und den S1 Sportback in nur 5,8 Sekunden bzw. 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h. Dem gegenüber steht ein durchschnittlicher Spritverbrauch von 7,0 bzw. 7,1 Litern Kraftstoff pro 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 162 g/km bzw. 166 g/km entspricht.
Nur ein Kleinwagen ist stärker: Der 2012 in einer Auflage von lediglich 333 Exemplaren hergestellte Audi A1 quattro kostete 49.990 Euro und besaß einen 2,0-Liter-Turbobenziner mit 256 PS. Mit einem Spurt von 0 auf 100 km/h in 5,7 Sekunden ist der Audi A1 quattro jedoch nur 0,1 Sekunden schneller als der neue Audi S1. Doch der Neue ist ohne Auflagenlimit erhältlich, kostet deutlich weniger und ist mit 250 km/h sogar 5 km/h schneller als der Audi A1 quattro.
Der Konkurrenz zeigt der Audi S1 die Rücklichter: Deutlich abgeschlagen sind der VW Polo R WRC (220 PS, 0-100 km/h in 6,4 Sekunden, Vmax 243 km/h), der Mini John Cooper Works GP Edition (218 PS, 0-100 km/h in 6,3 Sekunden, Vmax 242 km/h), der Citroën DS3 Racing (207 PS, 0-100 km/h in 6,5 Sekunden, Vmax 235 km/h) oder auch der Opel Corsa OPC Nürburgring Edition (210 PS, 0-100 km/h in 6,2 Sekunden, Vmax 230 km/h).
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Extrem auf Kurvenräubern ausgerichtet
Wie alle S-Modelle von Audi besitzen ebenfalls der S1 und der S1 Sportback den permanenten Allradantrieb quattro. Sein Herzstück ist eine an der Hinterachse platzierte hydraulische Lamellenkupplung. Ihre eigens abgestimmte Regel-Software legten die Macher betont dynamisch aus. Die elektronische Quersperre mit der weiterentwickelten radselektiven Momentensteuerung stellt eine Funktion der Stabilisierungskontrolle ESC dar, die zweistufig abschaltbar ist und die Arbeit der Lamellenkupplung mit zusätzlichen, fein dosierten Bremseingriffen an den kurveninneren Rädern ergänzt - durch das Zusammenspiel beider Systeme wird das Handling extrem agil, präzise und stabil.
Das Fahrwerk überarbeitete Audi ebenso aufwändig wie die elektromechanische Servolenkung. Modifizierte Schwenklager an der Vorderachse steigern die Spontaneität beim Einlenken. Im Heck ersetzt eine Vierlenker-Konstruktion die Verbundlenker-Hinterachse der A1-Modelle. Das Setup führten die Macher sportlich-straff aus, während das Fahrdynamiksystem „Audi Drive Select“ es erlaubt, die Arbeitsweise des Motors, der Klimaautomatik und der ebenfalls serienmäßigen schaltbaren Stoßdämpfer in mehreren Stufen zu variieren.
Ein vergrößerter Hauptbremszylinder und großzügig dimensionierte Scheibenbremsen - vorne mit 310 Millimetern Durchmesser - sorgen für eine sehr gute Verzögerung. Auf Wunsch lassen sich für die Vorderachse rote Bremssättel mit einem „S1“-Logo ordern. Ab Werk fahren die beiden sportlichen Kleinwagen auf 17 Zoll großen Rädern mit Reifen im Format 215/40 R17. Optional montiert Audi 18-Zoll-Räder mit Reifen der Dimension 225/35 R18.
Kraftzwerg lässt die Muskeln spielen
Auch optisch lässt der Kraftzwerg seine Muskeln spielen. Die komplett neuen „Xenon plus“-Scheinwerfer und die LED-Rückleuchten mit der hier horizontal ausgerichteten Schlusslichtgrafik verleihen dem Audi S1 im Detail zusätzliche Schärfe und heben visuell die Angriffslust hervor. Der betont kraftvolle Frontstoßfänger mit markanten Lufteinlässen, die schnittigen Seitenschweller und das dynamisch gezeichnete Heck mit einem schwarzen Einsatz sowie einem Diffusor und vier Endrohre setzen weitere sportliche Akzente.
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Das optionale „Optikpaket quattro Exterieur“ schärft den Look weiter, unter anderem mit einem großen Dachflügel, der den Anpressdruck bei hohen Geschwindigkeiten steigert. Auch die in hochglänzendem Schwarz lackierte Dachkuppel gefällt sehr.
Sportwagen-Cockpit im Premium-Ambiente
Das Innere der beiden kompakten Sportmodelle hielten die Macher in dunklen Tönen: Schwarz dominiert, auch an den Manschetten der Luftausströmer. Die Instrumente besitzen S-spezifische dunkelgraue Skalen, während die Pedalkappen aus gebürstetem Edelstahl bestehen. Alternativ zu den serienmäßigen Sportsitzen montiert Audi die S-Sportsitze mit integrierten Kopfstützen. Auf Wunsch setzt das „Optikpaket quattro Interieur“ auffällige Farbakzente.
Der Audi S1 ist ab 29.950 Euro erhältlich, der S1 Sportback ab 30.800 Euro. Die umfassende Serienausstattung lässt sich durch optionale Features wie den Komfortschlüssel, aus dem Infotainment-Bereich die „MMI Navigation plus“ mit ausklappbarem Farbmonitor oder ein Surround-Sound-System von Bose ergänzen. Der Baustein „Audi Connect“ samt Auto-Telefon stellt die Verbindung zum Internet her: Beifahrer können über einen WLAN-Hotspot mit ihren mobilen Endgeräten frei surfen und mailen. Für den Fahrer stehen wiederum maßgeschneiderte Internet-Services von „Audi Connect“ im Auto zur Verfügung.