BMW bietet Kunden mit besonders hoher Affinität zum Rennsport eine auf 2.600 Einheiten limitierte Edition der 3er Limousine an: den BMW 320si. Das Sondermodell mit M-Sportpaket und 18-Zoll-Rädern im Design der Rennversion ist mit einem hoch drehenden 2,0 Liter-Vierzylindermotor bestückt, der bei 7000 U/min insgesamt 127 KW/173 PS leistet. Dieses Leistungsangebot ist gut für eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h und den Ampelstart in nur 8,1 Sekunden auf Tempo 100. Erfahrene Testpiloten absolvieren mit dem BMW 320si eine Runde auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings in weniger als neun Minuten.
© Foto: Speed Heads
Der BMW 320si kostet 32.150 Euro und wird sowohl als Links- als auch als Rechtslenker ausschließlich für den europäischen Markt angeboten. Seine Weltpremiere feiert der sportliche 3er im März 2006 auf dem Automobilsalon in Genf. Im Frühjahr 2006 soll ferner die Produktion des Sondermodells starten; Bestellungen nehmen die BMW-Händler aber bereits ab Dezember 2005 entgegen.
Exklusivität in limitierter Auflage
Das serienmäßige M-Sportpaket beinhaltet - neben der sportlichen Fahrwerksabstimmung - das Aerodynamikpaket mit modifizierten Stoßfängern und Seitenschwellern, Sportsitze, M-Lederlenkrad, M-Fußstütze, Nebelscheinwerfer und Interieurleisten in Alu. Zur Serienausstattung gehören auch 18 Zöller mit Mischbereifung (225/40R18 bzw. 255/35R18). Das Radialstyling 216 der 8 bzw. 8,5 Zoll breiten Felgen mit "BMW Motorsport"-Logo stammt vom FIA World Touring Car Championship-Wettbewerbsfahrzeug (WTCC).
Neben den Spiegelkappen in Shadowline-Hochglanz weist die verchromte Auspuffblende auf den Sonderstatus des BMW 320si hin. Dass der rote Bereich am Drehzahlmesser erst ab 7.300 U/min beginnt und bis 8.000 U/min reicht, ist ein weiteres Indiz dafür, dass es dieser 3er besonders in sich hat. Zusätzlich zu den sechs Farben, in denen die 3er Limousine mit M-Sportpaket angeboten wird, lässt sich der 320si exklusiv auch in Carbonschwarz Metallic ordern.
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Drehfreudiges Triebwerk mit Rennsport-Technologie
Kernstück des exklusiven Editionsmodells ist das Hochdrehzahl-Triebwerk mit vier Zylindern und 2,0 Litern Hubraum, der bei 7.000 U/min insgesamt 127 kW/173 PS leistet und bei 4.250 U/min ein Drehmoment von 200 Nm bereitstellt. Gegenüber der Großserienversion, wurde die Zylinderbohrung um 1,0 mm auf 85 mm vergrößert und gleichzeitig der Hub um 2,0 mm auf 88 mm verkleinert. Die Kolben laufen anstatt in eingegossenen Graugussbuchsen in gefügten Buchsen aus einer speziellen Aluminiumlegierung. Der Kurbeltrieb unterscheidet sich außerdem durch steifere Pleuel sowie eine verstärkte Bedplate-Konstruktion.
Bei der Konzeption des Hochdrehzahl-Aggregats verzichteten die Motorenentwickler auf den vollvariablen Ventiltrieb. Sie griffen stattdessen auf eine konventionelle Ventilsteuerung mit zwei obenliegenden Nockenwellen, Schlepphebeln und vier Ventilen pro Zylinder zurück. Durch den Entfall zahlreicher bewegter Bauteile garantiert der Ventiltrieb sowohl im Editionsmodell als auch im Renneinsatz eine hohe Steifigkeit und Präzision selbst bei extrem hohen Drehzahlen.
Komponenten aus der Formel-1-Fabrik
Der Zylinderkopf stellt eine komplette Neukonstruktion dar. Die Gussrohlinge dafür entstanden in der Formel-1-Gießerei von BMW. Computergesteuerte Werkzeugmaschinen bearbeiten die Ein- und Auslasskanäle sowie die Brennräume mit höchster Präzision und Oberflächengüte. Dies führt zusammen mit den größeren Ventilen und den angepassten Flanschkonturen auf der Ein- und Auslassseite für die optimale Gemischbildung. Spezielle Zündkerzen leiten schließlich, von Einzelzündspulen gesteuert, die Verbrennungsvorgänge ein. Zur Leistungssteigerung um 17 kW / 23 PS trägt auch die von 10,5 auf 11,0:1 erhöhte Verdichtung bei. Der Motor kann aber nach wie vor mit Superbenzin (95 ROZ) befeuert werden.
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Formel-1-Technologie verbirgt sich auch in anderen Motorkomponenten, wie zum Beispiel den Schlepphebeln. Sie werden nach einem Verfahren beschichtet, das speziell für die Formel-1-Motoren von BMW entwickelt wurde. Der Vierzylinder im neuen Sondermodell erreicht sein Leistungsmaximum von 127 kW / 173 PS bei 7.000 U/min. Die Höchstdrehzahl begrenzte man auf 7.300 U/min. Durch die Sauganlage mit variablen Saugrohrlängen (DISA) und variabler Nockenwellen-Verstellung (Bi-Vanos) steigt das Drehmoment gleichmäßig bis zu einem Maximum von 200 Nm an, das bei 4.250 U/min bereitsteht.
Einen wichtigen Beitrag zur Gewichtsreduzierung von etwa 10 kg im Vergleich zum BMW 320i leistet die Zylinderkopfhaube aus Karbonmaterial CFK. Dieses Bauteil in Sichtoptik demonstriert nicht nur die Nähe zum Motorsport, sondern senkt durch Gewichtseinsparungen am höchsten Punkt gleichzeitig den Motorschwerpunkt ab.
Sportliche Agilität und souveränes Handling
Das Sechsganggetriebe des BMW 320si legten die Macher so aus, dass die Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h im sechsten Gang erreicht wird. Die sportliche Limousine mit einem Leergewicht von 1.350 kg sprintet aus dem Stand in nur 8,1 Sekunden auf Tempo 100. Für den Zwischenspurt im vierten Gang von 80 auf 120 km/h benötigt sie lediglich 7,7 Sekunden. Der BMW 320si erfüllt natürlich alle Anforderungen der Euro-4-Abgasnorm und verbraucht im EU-Verbrauchsmittel 8,9 l/100 km.
Der drehfreudige Vierzylinder soll sehr spontan auf den Druck auf das Gaspedal reagieren und sich noch agiler als im BMW 320i geben. Sportlich ambitionierte Fahrer wissen es außerdem zu schätzen, dass sich beim Gaswegnehmen eine stärkere Bremswirkung des Motors einstellt als bei herkömmlichen Modellen mit Valvetronic.
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Um der gesteigerten Motorleistung Rechnung zu tragen, wurde der BMW 320si mit einer größeren Bremsanlage ausgerüstet. Vorne und hinten sorgen innenbelüftete Scheibenbremsen mit 16 Zoll Durchmesser für optimale Verzögerung. Außerdem bestückte BMW das Fahrzeug mit größeren Radlagern.
Grundlage für den Motorsport
Abgeleitet vom Sondermodell BMW 320si, entwickelte BMW-Motorsport einen 275 PS starken Rennwagen. Die Motorsportversion des BMW 320si wird 2006 im Rahmen der FIA World Touring Car Championship (WTCC) und weiterer Rennserien weltweit zum Einsatz kommen. Damit setzt BMW auch 2006 die langjährige Tradition des Kundensports fort.
In keiner Disziplin verbuchte BMW bislang so viele Erfolge wie im Tourenwagensport. 24 Europameistertitel mit FIA-Prädikat sowie der Gewinn der bis dato einzigen WM 1987 und der Neuauflage 2005. In den vergangenen beiden Jahren gewann BMW mit dem 320i in der Tourenwagen-Europameisterschaft die Herstellerwertung und 2004 auch den Fahrertitel. 2005 konnte der WM-Titel sowohl in der Marken- als auch in der Fahrerwertung (Andy Priaulx) nach München geholt werden.