Newey: Erfolg dank Regeländerungen: Das schafft Möglichkeiten

, 09.11.2010

Adrian Newey glaubt, weil das Formel-1-Reglement noch relativ neu ist, hatte Red Bull Vorteile, da mit frischen Ideen viel zu erreichen ist.

Der Erfolg von Red Bull Racing liegt nach Adrian Neweys Meinung in diesem Jahr auch daran, dass die relativ neuen technischen Regeln in der Formel 1 es ermöglicht haben, Vorteile herauszuarbeiten. Red Bull konnte sich durch den Doppelsieg in Brasilien den Konstrukteurs-Titel sichern und Newey gewann diese Krone bereits mit dem dritten Team. Die Regeländerungen vor zwei Jahren waren für ihn dabei ein wichtiger Faktor. "Ich denke, wir waren auf gewisse Weise glücklich, da die Regeln nach wie vor recht jung sind. Wir sind im zweiten Jahr nach einer großen Regel-Änderung und diesen Winter werden einige große Änderungen kommen. Das hilft dabei, Unterschiede zu schaffen. Wenn man frische und neue Ideen findet, die einen Vorteil bringen, dann passiert das", sagte er.

Ende 2008 sei es noch anders gewesen. Damals hatte es für viele Jahre stabile Regeln gegeben und da sei es schwierig gewesen, neue Wege zu finden. Geht es nach Teamchef Christian Horner, dann hat das gute Teamwork aber auch zum Erfolg beigetragen. "Ich denke, wir haben eine tolle Gruppe an Leuten versammelt, die fantastisch zusammenarbeitet. Es gibt unter der Leitung von Adrian Engagement und Entschlossenheit, nicht nur dieses Jahr, sondern auch in den Jahren zuvor. Aber es sind nicht nur Individuen. Es geht darum, wie toll die Gruppe zusammengearbeitet hat. Vor sechseinhalb Jahren hatte Dietrich Mateschitz eine Vision und heute haben wir diese Vision wahr werden lassen, was ein unglaubliches Gefühl ist", meinte Horner.

Die Party-Truppe

Allerdings galt Red Bull vor sechs Jahren auch noch als Party-Team und der Teamchef gab zu, dass es schwierig war, dieses Image loszuwerden. So habe Red Bull neue Energie in die Formel 1 gebracht und die Dinge eben anders gehandhabt, indem man Gäste ins Motorhome brachte und sich anders im Paddock verhielt. "Das bedeutete nicht, dass wir weniger engagiert waren als jedes andere Team - wir waren nur anders. Und wir haben als Privatteam mit einem Kundenmotor eine tolle Gruppe aufgebaut. Wir haben tolle Unterstützung von Renault und das Endergebnis davon ist dieses Resultat", sagte Horner.

Bleibt noch die Entscheidung in der Fahrer-Wertung und Newey betonte, dass die volle Konzentration nun darauf gerichtet sein wird, auch dort den Titel zu holen. "Für das Team ist die Fahrer-Meisterschaft genauso Prestige wie die bei den Konstrukteuren. Bei den Fahrern würde ich es gerne sehen, wenn einer von unseren beiden gewinnt und wir werden alles dafür tun", sagte Newey. Horner sah es klarerweise nicht anders. "Wir wissen, es wird nächstes Wochenende schwierig, aber wir glauben immer noch, es ist möglich", erklärte er. Was passieren werde, wollte er nicht voraussagen, er versprach nur ein weiteres Mal: "Wir werden beide gleichwertig unterstützen und das war bislang auch der Red-Bull-Ethos. Wir werden das auch am kommenden Wochenende weiterführen."

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