Im zweiten Freien Training am Nachmittag hatte Lewis Hamilton die Nase vor Magnussen im McLaren und Alonso im Ferrari - Red Bull kämpft mit Problemen
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Die Formel 1 hat ihren ersten Trainingstag auf dem Sochi Autodrom erfolgreich absolviert. Das Formel-1-Debüt auf dem 5,872 Kilometer langen Kurs inmitten der Anlage der Olympischen Winterspiele von Sotschi, der ein wenig an den Straßenkurs von Valencia erinnert, verkommt dieser Tage aber zur Nebensache.
Denn in Gedanken sind derzeit alle Beteiligten bei Jules Bianchi, der nach wie vor um sein Leben kämpft. Sein Marussia-Team entschied sich dafür, auf die Besetzung des Autos des Franzosen mit einem Ersatzfahrer zu verzichten. Das Auto mit der Startnummer 17 steht somit an diesem Wochenende verlassen in der Box des Teams und erinnert an den 25-jährigen schwerverletzten Formel-1-Piloten.
Nach der Bestzeit von Nico Rosberg am Vormittag war es in den zweiten 90 Trainingsminuten Teamkollege Lewis Hamilton, der in 1:39.630 Minuten der schnellste Fahrer auf der Strecke war. Rosberg belegte mit 0,912 Sekunden Abstand den vierten Platz.
McLaren präsentiert sich stark
Gut in Form präsentierte sich bei rund 22 Grad Celsius Lufttemperatur das McLaren-Team. Kevin Magnussen kam mit 0,864 Sekunden Abstand auf die zweite Position, Jenson Button im zweiten Auto des britischen Rennstalls war mit 1,088 Sekunden Rückstand auf der sechsten Position zu finden.
Fernando Alonso folgte im Ferrari hinter Magnussen auf der dritten Position. Der Spanier hatte 0,874 Sekunden Abstand zu verzeichnen und leistete sich wie viele andere Piloten in der zweiten Kurve einen Verbremser samt Ausritt in die asphaltierte Auslaufzone. Ansonsten hielten sich die Probleme der Fahrer heute in Grenzen.
Valtteri Bottas im Williams hatte als Fünfter 0,943 Sekunden Abstand zu verzeichnen, Felipe Massa im zweiten Williams wurde mit 1,101 Sekunden Abstand Siebter. Die Top 10 komplettierten Lokalmatador Daniil Kwjat im Toro Rosso (+1,478) und Sebastian Vettel (+1,766).
Red Bull kämpft mit Problemen
Das Red-Bull-Team erlebte einen schwachen Tag, denn Teamkollege Daniel Ricciardo war mit 2,431 Sekunden Abstand gar nur 13. und musste zu allem Überfluss sein Auto mit acht verbleibenden Minuten mit einem technischen Problem abstellen, woraufhin die Rennleitung die Rote Flagge zückte. Und auch Vettel äußerte sich im Funk wenig positiv über sein Arbeitsgerät.
Kimi Räikkönen belegte im zweiten Ferrari mit 2,000 Sekunden Abstand den elften Platz vor Nico Hülkenberg im Force India (+2,047). Adrian Sutil kam im Sauber mit 2,603 Sekunden Rückstand auf den 15. Platz.
Ausführlicher Trainingsbericht folgt an dieser Stelle in Kürze